Psychosoziale Notfallversorgung

Vergangene große Unglücksfälle in ganz Deutschland und International haben gezeigt, dass das medizinische und technische Hilfeleistungsangebot um psychosoziale Maßnahmen erweitert werden muss.
In den frühen der 1990er Jahre bildeten sich in Deutschland die ersten Seelsorgestrukturen. Diese Notfallseelsorgeeinheiten waren zunächst nur auf die Betreuung von Betroffenen, wie zum Beispiel Angehörigen und Ersthelfern, ausgerichtet.

Jedoch zeigte sich schnell, dass nicht nur die Betroffene Unterstützung bei der Verarbeitung von belastenden Ereignissen benötigen. Insbesonders die Einsatzkräfte, welche direkt mit solchen Ereignissen konfrontiert werden, benötigen ggf. Hilfe nach belastenden Einsätzen.

Als Psychosoziale Notfallversorgung (PSNV) bezeichnet man sämtliche Maßnahmen um Betroffene (Angehörige, Ersthelfer, ...) und Einsatzkräfte in der psychosozialen Be- und Verarbeitung von belastenden Einsätzen zu unterstützen. 2010 definierte das Bundesamt für Bevölkerungs- und Katastrophenschutz einheitliche Qualitätsstandards. Diese sehen den Einsatz der PSNV während oder unmittelbar nach dem Einsatz vor. Weiterführende Maßnahmen und Hilfen sollen durch therapeutisches Fachpersonal durchgeführt werden.

Die Mitglieder der PSNV Betreuungsteams stammen meist auf dem kirchlichen Umfeld.

Notfallseelsorge
www.ff-moringen.de/technik/fahrzeuge/notfallseelsorge.html
Patrick Henke (patrick.henke@ff-moringen.de)
19.05.2012 - 11:29:47
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